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Wir sind in Frankfurt angekommen!

Samstag, Juni 9th, 2007

Seit gestern Abend haben Kolja und ich die erste Etappe unserer Reise hinter uns und sind heil am Ziel angekommen.

Das erste Highlight der Reise begann allerdings vor unserer eigentlichen Etappe, bei der
Anreise von Kolja, Murat und Matthias von Konstanz nach Genhofen. Dort hat es tatsaechlich einer geschafft (Namen werden nicht genannt) einen Notstopp in der Notaufnahme in Friedrichshafen einzulegen um sein Kinn nach einem Sturz wieder flicken zu lassen. Respekt fuer diesen Auftakt.
Bei der nun ersten Etappe von Passau nach Wien wurden auch Kolja und ich das erste mal auf die Probe gestellt.
Wir beide wurden gewarnt in Russland nicht zu nahe an den Strassen zu campen, da betrunkene Russen zu ausergewoehnlicher Gesseligkeit neigen und schlafende Leute aus dem Zelt schleppen um die angefangene Wodka Flasche fertig zu vernichten.

Gleich am ersten Abend mussten wir aber feststellen, dass dieses Verhalten nicht nur in
Russland sondern auch in Niederbayern praesent ist.
Nach kurzer Bekannschaft mit dem Dauercamper Juergen auf einem Campingplatz ca. 35 km hinter Passau wurden wir von diesem (betrunken) kurz nach Mitternacht aufgefordert ein letztes Bier an der Donau mit Ihm zu trinken. Unser Versuch uns schlafend zu stellen hat Ihn eher herausgefordert seine Weckrufe lauter von zu gestalten. Wir gaben uns schliesslich geschlagen und sind seiner Bitte nachgekommen – was tut man nicht alles fuer die Voelkerverstaendigung.

Der zweite Tag begann gleich mit ner Reifenpanne an meinem Bike und endete mit heftigen Regenguessen am Abend. Somit konnten wir gleich unsere Reparaturkenntnisse (danke nochmals an Florian!) anwenden und unsere Regenklamotten ausprobieren.
Nach so einem Start sind wir sicher fuer alles weitere gewapnet zu sein!

Hinter der deutschen Grenze mussten wir uns dann an die oertliche Sprache in Oesterreich anpassen, die wir von den Einheimischen dort erlernten. Da „Wienerle“ dort als „Frankfurter“ bezeichnet werden, denke ich dass Wien auch als Frankfurt bezeichnet werden darf … daher sind wir nun in Frankfurt 🙂

Auf der Weiterfahrt ereignete sich dann noch ein leichter Sturz (nur eine Tasche wurde in
Mitleidenschaft gezogen) – aber sonst nichts ausergewoehnliches.

Die Bikes halten prima, der Benzinkocher kocht herrliche Speisen nun das fehlende Training der Fahrer merken wir jeden morgen wieder in unseren Gliedern. Doch auch hier ist eine Leistungssteigerung zu verzeichnen.

Ab morgen geht es Richtung Rumaenien (mit dem Zug) … bis dahin wuenschen wir euch alles Gute

Liebe Gruesse

Christoph & Kolja

Mein letzter Arbeitstag

Donnerstag, Mai 31st, 2007

Heute ist mein letzter Arbeitstag bei der Hochland AG. Es sind noch vier Tage bis zum Start der Tour und unsere Sorgen bzgl. Reisepass sind verflogen.

Kolja’s erste Etappe startet am 02.06. von Konstanz nach Genhofen.

Am Samstag Abend ist dann noch ein kleines Abschiedsfest geplant und wir hoffen das wir am Sonntag nicht schon unsere Reiseapotheke anbrechen muessen.

Die erste gemeinsame Etappe steht nun auch schon fest:

04.06.2007 Genhofen – Oberstaufen      mit dem Bike

04.06.2007 Oberstaufen – Passau          mit der DB

Wir hoffen schon beide, dass das Verhaeltniss zwischen Zugfahren und Radfahren sich zukuenftig etwas verschiebt.

 

Warum diese Tour?

Sonntag, Mai 27th, 2007

 Uns beiden wurde schon des Oefteren diese Frage gestellt: „Warum diese Tour?“

Um dies zu beantworten moechte ich nun als erstes uns beide ein bisschen vorstellen, da der Freundeskreis den einzelnen schon kennt, aber vielleicht nicht den anderen.

Kolja und ich haben uns beim Studium in Konstanz 1999 kennen gelernt. Kolja, der urspruenglich aus Berlin kommt und seit 1998 in Konstanz studiert hat und ich, der nach zwei Semestern in Berlin nach Konstanz gewechselt ist.

Nach kurzer Kennenlern-Phase haben uns die Schwerpunkte im Studium und besonders Kolja’s „konstruktive Freizeitgestaltung“ verbunden, welche gemeinsame Studienprojekte irgendwie einfacher erschienen ließen.

Konstanz 2002  Konstanz 2002

Mitte 2001 haben wir dann durch eine Initiative von Kolja an dem Entwicklungsprojekt „Wayman Way“ in Ecuador (Pulingui San Pablo) gemeinsam gearbeitet. Waehrend dieser Zeit haben wir das Buch „Ballade vom Baikalsee“ von Klaus Bednarz gelesen und waren gleichermassen von der beschriebenen Landschaft in Sibirien begeistert

Ecuador 2003 Ecuador 2003

Anschliessend haben wir unsere Faehigkeit fuer gemeinsame Reisen auf einem Trip von Panama nach Mexiko auf dem Landweg getestet.

Festgestellte Gemeinsamkeiten auf dieser Tour:
 -Wir koennen alles essen (auch Meerschweinchen)
 -Wir sehen unrasiert ziemlich „gefaehrlich“ aus
 -Wir koennen eine richtige Beziehung pflegen (Zickenalarm)
 -Wir finden billige Hotels super (Rekord: 1,50 $ / Nacht)

Anfang 2002, nach Abschluss unseres Studiums haben sich unsere Wege durch die Diplomarbeit getrennt. Doch schon nach der Fertigstellung meiner Arbeit in Brasilien war ein Besuch im schoenen Bockelwitz (Sachsen) angesagt um Kolja wieder zu sehen.

Physisch waren wir seit dem mal 800 km, dann nur noch 150 km getrennt, doch der Traum von Sibirien hatte uns weiterhin vereint.

Ende 2006 haben die aeusseren Umstaende dann den Traum in naher Ferne ruecken lassen. Ungebunden konnte wir beide den Traum reifen lassen und haben uns schlussendlich am 27.01. in Kopenhagen entschieden eine Tour auf dem Landweg nach Shanghai anzutreten.

Durch intensive Recherche sind wir von einer Tour per Bus und Bahn, ueber die Tour mit dem eigenen Auto zu der Entscheidung gekommen, dass die Beste und intensivste Moeglichkeit Land und Leute kennen zu lernen, wohl die Reise mit dem Fahrrad sei.

Dies beantwortet wohl am Besten die Fragen: Warum diese Tour?